# Plappi — Bilingual-Pädagogik (Fundament, evidenzbasiert 2026-06-22)

5-Perspektiven-Recherche (Comprehensible Input, Geschichten-Strukturen, Code-Switching, Sprach-Trennung, erfolgreiche Kinder-Medien). Einheitlicher Befund.

## Das VERBOTENE Muster (sofort raus)
Inline-Wort-Übersetzung im selben Satz — „das ist blau – to je plavo" / „Katze heißt mačka".
Belegt schlechteste Form für ein 3-jähriges Kind:
- **Switch-Kosten** (Potter/Byers-Heinlein 2019, PMC6570532): serbisches Wort im deutschen Satz → Verstehen auf Zufallsniveau (68%→55%). Umgekehrte Richtung kostet nichts.
- **Concurrent-translation-Tune-out** (ERIC ED243331): Kind wartet aufs Deutsche, verarbeitet Serbisch nicht → „Übersetzungs-Krücke".
- **Arbeitsgedächtnis** (PMC7816522): intra-sententielles Mischen = schwerste Form, bei niedrigem AG (3 J.) schädlich.
- Modelliert das Sprach-Mischen, das wir verhindern wollen.

## Die PRINZIPIEN (so machen)
1. **Eine Stimme = eine Sprache** (Audio-OPOL / Lanza monolingualer Kontext). Deutscher Erzähler + konsequent serbische Figur (Baka/Deda/Tier), die NIE ins Deutsche wechselt. Akustischer Wechsel-Marker (andere Stimme + Klang-Cue). → löst auch das AKZENT-Problem (jede Stimme nur Muttersprache).
2. **Trennung auf Satz-/Szenen-Ebene, nie im Satz** (inter- statt intra-sententiell).
3. **Bedeutung aus KONTEXT**, nicht Übersetzung: Sound-Effekte, eigene Handlung des Kindes (Audio-TPR), Tonfall, Wiederholung. Deutscher Rahmen macht Serbisch erratbar, dann zurücktreten. (Muzzy/Little Pim: null Übersetzung.)
4. **Preview–View–Review:** DE-Kontext → SR-Kern mit Refrain → DE-Reflexion (keine Wort-Spiegelung).
5. **3–5 Anker-Chunks/Folge, 10×+ wiederholt** über Geschichte+Spiel+Lied. Ganze Phrasen („Daj mi loptu"), keine Einzel-Labels.
6. **Ein ganz-serbisches Mini-Lied/Folge** (Chunk-Lernen, kein Misch-Risiko, hebt rezeptiven Wortschatz).
7. **Mitmach-Pause** (Dora, 2–3 s): das KIND produziert das Wort, Plappi HÖRT ZU (= Live-Dialog-Vorteil). Zielwort = Zeile des Kindes, nicht des Erzählers.
8. **Rezeptiv vor produktiv** (Krashen): nicht „nachsprechen!" erzwingen; einladen, loben. Nicht-alles-verstehen ist normal (Immersion).
9. **Falls Wechsel nötig: günstige Richtung** — serbischer Frame → kurze deutsche Reflexion in SEPARATEM Turn, nie Serbisch-Wort im deutschen Satz.

## Strategisch
- **Live-Dialog = Lern-Motor** (soziale Kontingenz lehrt nachweislich; passives Audio kaum — Roseberry „Skype me", Kuhl). Geschichten = Immersions-Bett.
- **Akzent:** TTS ist Grenze; Goldstandard = native Aufnahmen, idealerweise der Vater als serbische Figur.
- Toy = Supplement; 20–30% Wach-Input nötig → ans native Umfeld (Baka/Deda/Papa) routen.

## To-do daraus
- `profile.py` PERSONA_BASE: Inline-Glossing-Regel raus, Sprecher-Trennung + Kontext-statt-Übersetzung + Mitmach-Pause rein.
- Geschichten neu strukturieren (PVR + serbische Figur + Refrain + Mini-Lied), Stimmen sauber getrennt rendern (DE-Stimme / native SR-Stimme = akzentfrei).
- Lern-Engine: Fokuswörter als „in serbischen Kontext einbetten", nicht als DE=SR-Paar.

Quellen: PMC6570532 · PMC7592264 · ERIC ED243331 · PMC7816522 · PMC3962808 (Skype me) · PMC4824050/PNAS (Kuhl) · Krashen · Muzzy/Little Pim/Dora · Sandwich-Technik-Kritik.
