# Plappi FFG — Anreizwirkung: paste-fertige Begründungen (Szenario B, 24 Mt, ~1,49 Mio)

> Für die eCall-Sektion „Anreizwirkung". Hauptantwort: „ja, aber in deutlich geringerem Ausmaß". Alle Ja/Nein-Unterfragen = **Ja**. Dritte Person, gutachter-tauglich. Stand 2026-06-09.
> Reihenfolge = wie im eCall-Formular: 1) Verzögerung, 2) Reichweite, 3) F&E-Aufwendungen, 4) F&E-Arbeitsplätze.

## 1. Ausmaß der Verzögerung
Ohne die FFG-Förderung würde sich das Vorhaben zeitlich erheblich verzögern. Da ein Unternehmen in Gründung ohne eigene Umsätze die geplanten F&E-Personalkosten (rund 457.000 EUR im ersten und rund 495.000 EUR im zweiten Forschungsjahr) nicht aus eigener Kraft vorfinanzieren kann, könnten die vier vorgesehenen F&E-Fachkräfte nicht zeitnah angestellt werden. Die Entwicklung müsste überwiegend allein durch den Gründer in Teilzeit – neben dem umsatztragenden Bestandsgeschäft (BReact) – erfolgen. Statt der geplanten 24 Monate würde sich die Realisierung des validierten Prototyps auf schätzungsweise das Zwei- bis Dreifache strecken; die zentralen Arbeitspakete des F&E-Kerns (mehrsprachige Kinder-Spracherkennung, private EU-Inferenz, adaptive Pädagogik-Engine, durchgängiger Speech-to-Speech-Dialog) müssten nacheinander statt parallel bearbeitet werden. Eine solche Verzögerung verschiebt auch den nachgelagerten Markteintritt und die Erfüllung der Kickstarter-Vorbestellungen entsprechend nach hinten und schwächt die Wettbewerbsposition in einem schnell wachsenden Marktumfeld, in dem etablierte Anbieter bildschirmfreier Kinder-Audio-Produkte (z. B. Tonies) ihre Mehrsprachigkeit ausbauen könnten. Die Förderung – insbesondere die 50%-Erstrate bei Vertragsannahme – ermöglicht erst den parallelen, zügigen Projektfortschritt im geplanten 24-Monats-Zeitraum.

## 2. Verringerung der Projektreichweite
Ohne Förderung würde sich die inhaltliche und technische Reichweite des Vorhabens erheblich verengen; es wäre kürzer und deutlich weniger forschungsintensiv angelegt, und mehrere zentrale Forschungsstränge müssten ersatzlos gestrichen werden. Die explorative Erprobung durchgängiger Speech-to-Speech-Modelle (vierte Innovationssäule) – der technisch anspruchsvollste, zugleich zukunftsweisendste Teil – wäre als Erstes nicht mehr finanzierbar. Die mehrschichtige Guardrail- bzw. Output-Sicherheits-Architektur (deterministische, altersdifferenzierte Absicherung gegen unangemessene KI-Ausgaben) würde auf einen einfachen Schimpfwort-Filter zusammenschrumpfen, statt als eigenständiges Forschungsthema entwickelt zu werden. Die mehrsprachige Kinder-Spracherkennung würde von mehreren Sprachpaaren auf eine einzige Sprachkombination reduziert und die Altersabdeckung von der vollen Spanne 2–15 Jahre auf ein einzelnes Altersband eingeschränkt. Die für das Datenschutz-Kernversprechen entscheidende Forschung an der Qualität privater EU-Inferenz gegenüber Public-Cloud-Modellen würde aufgegeben; das Gerät müsste behelfsweise auf öffentliche Cloud-LLMs zurückgreifen und damit gerade das Alleinstellungsmerkmal – Datensouveränität, kein Training mit Kinderdaten – preisgeben. Auch der schulische Anwendungspfad (Curricular-Sync bzw. „Hausaufgaben-Modus" für Bildungseinrichtungen) würde nicht erforscht. Zudem würde die angestrebte wissenschaftliche Forschungskooperation (Fraunhofer-Institut, Bereich KI4LIFE) mangels Finanzierbarkeit entfallen. Damit sänke die Reichweite des Vorhabens – Projektdauer, Forschungsintensität, Zahl der erforschten Sprachen, Tiefe der Sicherheits- und Inferenz-Forschung, abgedeckte Altersgruppen, Anwendungsfelder und Kooperationen – massiv; aus einem international neuartigen Forschungsvorhaben würde ein schmaler Machbarkeitstest ohne den angestrebten Innovationssprung.

## 3. Beeinträchtigung der F&E-Aufwendungen über das Projekt hinaus
Die Plappi FlexCo (i.G.) ist als forschungsgetriebenes Technologieunternehmen konzipiert; dieses Vorhaben bildet den F&E-Gründungskern, aus dem die gesamte weitere Forschungstätigkeit des Unternehmens am Standort Wien erwachsen soll. Als Unternehmen in Gründung verfügt Plappi über keine eigenen Umsätze, aus denen substanzielle Forschung quersubventioniert werden könnte – die FFG-Förderung, insbesondere die 50%-Erstrate bei Vertragsannahme, ist die Voraussetzung dafür, überhaupt eine kontinuierliche, mehrjährige F&E-Tätigkeit aufzubauen. Bliebe die Förderung aus, käme nicht nur dieses Projekt in geringerem Umfang zustande, sondern die F&E-Aufwendungen des Unternehmens insgesamt – auch über das Projekt hinaus – würden auf ein Minimum sinken: Der Gründer müsste seine Arbeitskraft überwiegend auf das umsatztragende Bestandsgeschäft (BReact) verlagern, statt am Standort Wien eigene Forschungskapazität für kindgerechte Sprach-KI und private EU-Inferenz aufzubauen. Die im Projekt entstehenden, wiederverwendbaren F&E-Assets – ein privater Inferenz-Stack, auf Kinderstimmen feinabgestimmte ASR/TTS-Modelle und kuratierte mehrsprachige Datensätze – bilden die Grundlage für eine ganze Folge weiterer Forschungsvorhaben (zusätzliche Sprachen, Altersstufen, Produktvarianten, potenzielle Plattform-Lizenzierung); ohne diese geförderte Grundlage entstünden auch diese künftigen F&E-Aufwendungen nicht. Ebenso würde die angestrebte wissenschaftliche Forschungskooperation (Fraunhofer-Institut, Bereich KI4LIFE), die die langfristige Forschungskompetenz des Unternehmens verankern soll, mangels Finanzierbarkeit nicht zustande kommen. Die Förderung wirkt damit als Anstoß für eine dauerhaft erhöhte F&E-Intensität am Standort Wien, weit über das Einzelprojekt hinaus.

## 4. Reduktion neu geschaffener F&E-Arbeitsplätze
Mit der Förderung schafft die Plappi FlexCo (i.G.) am Standort Wien vier neue, hochqualifizierte F&E-Arbeitsplätze, die unmittelbar an das geförderte Vorhaben gebunden sind: einen Senior AI/Speech-Engineer (mehrsprachige Kinder-ASR/TTS und privates Inferencing, ab Projektmonat 1), einen Embedded-/Inferenz-Engineer (bildschirmfreie Geräteanbindung, Fernfeld-Audio, On-Device-/Edge-Inferenz, ab Projektmonat 2), einen Speech-Data/ML-Engineer (Aufbau und Kuratierung mehrsprachiger Kinder-Sprachdatensätze, Modell-Finetuning) sowie – mit der Erweiterung auf das zweite Forschungsjahr – einen Daten-/Pädagogik-Engineer (adaptive Pädagogik-Engine, Lernwirksamkeits-Evaluierung). Hinzu kommt der Gründer in forschungsleitender Funktion. Diese Personalkosten (rund 457.000 EUR im ersten und rund 495.000 EUR im zweiten Forschungsjahr) kann ein Unternehmen in Gründung ohne eigene Umsätze nicht aus eigener Kraft tragen; erst der Förder-Cashflow – insbesondere die 50%-Erstrate bei Vertragsannahme – macht es möglich, diese Fachkräfte tatsächlich anzustellen, statt sie nur zu planen. Bliebe die Förderung aus, würden diese Stellen nicht oder allenfalls deutlich verzögert und in stark reduziertem Umfang geschaffen; die Entwicklung müsste weitgehend allein durch den Gründer in Teilzeit erfolgen. Die Zahl der am Standort Wien neu geschaffenen F&E-Arbeitsplätze sänke damit von vier auf praktisch null. Die Förderung ist somit unmittelbar ursächlich für die Schaffung qualifizierter Forschungsbeschäftigung in Österreich und legt zugleich den Grundstein für weiteren Stellenaufbau in F&E sowie – nach Markteintritt – in Vertrieb und Service.

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## Alternativ-Text (falls statt „Verzögerung" das Feld „Reduktion des Projektumfangs" erscheint)
Ohne die FFG-Förderung würde das Vorhaben in deutlich geringerem Umfang durchgeführt. Statt eines vollwertigen, 24-monatigen F&E-Programms mit vier Innovationssäulen (mehrsprachige Kinder-Spracherkennung, private EU-Inferenz, adaptive Pädagogik-Engine, durchgängiger Speech-to-Speech-Dialog) müsste die Entwicklung weitgehend allein durch den Gründer in Teilzeit – neben dem umsatztragenden Bestandsgeschäft (BReact) – erfolgen; statt vier zusätzlicher F&E-Fachkräfte könnten nur einzelne oder keine angestellt werden. Das GPU-/Compute-Budget für ASR/TTS-Training und privates Inferencing (rund 90.000 EUR im ersten Forschungsjahr) würde drastisch gekürzt, ebenso die externe Beschaffung kindgerechter, mehrsprachiger ASR-Trainingsdaten – sodass statt mehrerer, auf Kinderstimmen feinabgestimmter mehrsprachiger Modelle nur ein einzelnes, kleineres Modell mit eingeschränkter Sprachabdeckung und geringerer Erkennungsgenauigkeit entstünde. Insgesamt sänke der förderbare F&E-Aufwand von rund 1,49 Mio. EUR auf einen Bruchteil. Die Förderung bewirkt, dass das Vorhaben überhaupt erst im notwendigen Umfang, schneller und mit dem angestrebten Innovationsgrad realisiert werden kann.
